Grit Marschik/ September 12, 2019/ 0Kommentare

Nach wochenlanger Vorbereitung war es gestern nun endlich soweit – unsere Zwischenveranstaltung zur App-Vorstellung hat im Veranstaltungszentrum Schloss Köthen stattgefunden. Viele Besucher und positives Feedback sind der Lohn für all die Mühe.

Binnen weniger Stunden hat das intoMINT Team im Schloss alles für die Veranstaltung hergerichtet. Bereits eine Stunde vor Beginn meldeten sich die ersten interessierten Gäste an. Sie nutzen die Zeit, um mit dem Projektteam ins Gespräch zu kommen. Insgesamt besuchten 45 Schüler*inne, Lehrer*innen und andere Interessierte Gäste die Zwischenveranstaltung.  

Die Veranstaltung hat uns gezeigt, dass sowohl Lehrer wie auch Schülerinnen großes Interesse an der intoMINT App haben. Zehn Lehrer*innen aus den umliegenden Schulen wie dem Carolinum Bernburg, Ludwigsgymnasium Köthen, oder das Europagymnasium Rathenau aus Bitterfeld haben sich aktiv mit der App auseinandergesetzt und an der Experimentierstrecke als auch an den Thementischen proaktiv mi(n)tgemacht ;). Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Schüler*innen, in Zahl 12, die ebenfalls die App live getestet und bewertet haben. Wie wichtig die Unterstützung der Eltern bei der Interessenförderung ist, wurde uns bestätigt.

Spannende Rednerinnen eröffnen das Programm

Pünktlich 15:30 Uhr startete die Veranstaltung mit Grußworten von Frau Dr. Ulrike Struwe, die Geschäftsstellenleiterin von „Komm, mach MINT.“ In ihrer Rede hat sie sich konkret an die anwesenden Schüler*innen gerichtet und mit zahlreichen Berufsmöglichkeiten berufliche Visionen aufgezeigt. Auch die Vielfalt an Schnupperangeboten im MINT Bereich wie z.B. der SchülerCampus, Make up Your MINT – dem Online-Lernlabor der HS Anhalt wurde nochmal hingewiesen.  

Anschließend hat unsere Projektleiterin Prof. Dr. Korinna Bade das Projekt und im Speziellen die Funktionen der App vorgestellt. Gefolgt hat darauf der Impulsvortrag von Natalie Sontopski. Schluss mit Theorie: die App rückt in den Mittelpunkt der Veranstaltung.

Die intoMINT-App im Einsatz

45 Minuten lang wurde die intoMINT App auf Herz und Nieren überprüft. Lehrer*innen wie Schüler*innen haben sich an die Experimentierstrecke gewagt. Mit der App und den bebilderten Schritt-für-Schritt Anleitungen der „Aktivitäten“ wurden Experimente in die Realität umgesetzt. Von Lippenpflegestift, über Bastelübungen zur mathematischen Vorstellung bis hin zum Messen der Erdfeuchtigkeit mit Hilfe eines Mirco:bits und zwei Leitmetallen. Ein MiniBIOTOP oder „Wieviel Acker liegt auf meinem Teller“ waren als Exponate bzw. Anschauungsobjekte ausgestellt.

Thementische

Abschließend ging es an die Thementische, an denen unsere Gäste ausgiebig zu den Themen „App in der Schule“, „App im außerschulischen Bereich“ sowie allgemeines „App Feedback“ diskutiert haben.

Stephanie Böhnke moderiert den Thementisch (Foto: David Schulz)

Stephanie Böhnke, Moderatorin des Tisches „App im außerschulischen Bereichs“, berichtet:  


„Es war eine sehr spannende Runde mit teils unterschiedlichen Meinungen. Besonders hat es mich gefreut, dass unsere App sehr gerne von den Mädchen in ihrer Freizeit genutzt werden wird. Es gab aber auch Anregungen, welche uns bei der Weiterentwicklung und damit Optimierung der App berücksichtigt werden. Die ist z. B., dass die Schritt-für-Schritt-Anleitungen auch Aufgaben zum selbständigen lösen beinhalten sollten.“

Dr. Sandra Scholz moderiert den Thementisch „App im Schulunterricht“ (Foto: David Schulz)


„Als Kontra haben die Lehrer*innen verstärkt darauf hingewiesen, dass in vielen Schulen aktuell Handyverbot herrscht und auch kein WLAN zur Verfügung steht. Auch rechtlich sei ein „App-Zwang“ nicht ohne weiteres machbar.“

so das Feedback der Lehrer*innen laut Dr. Sandra Scholz, Moderatorin des Thementisches „App im Unterricht“. Scholz weiter


„Die Experimente orientieren sich aktuell noch nicht an den Lehrplänen der Länder, sodass Lehrer die App beschränkt einsetzen würden in Rahmen von AGs oder Projektarbeiten.“

Nach hitzigen Debatten an den Thementischen wurden die Ergebnisse kurz von den Moderatorinnen zusammengetragen. Anschließend bestand die Möglichkeit im benachbarten Schloss sich die Ausstellung „Erlebniswelt Deutsche Sprache“ von Frau Prof. Seewald-Heeg unter ihrer Führung anzusehen. Um circa 19:30 Uhr neigte sich ein spannender und interessanter Tag dem Ende.

Fazit

Es war eine gelungene und aufschlussreiche Veranstaltung, die allen Beteiligten gezeigt hat, dass eine MINT App wie die unseres intoMINT 4.0 Projektes ein Baustein der MINT Förderung von Mädchen und somit zukünftiger weiblichen Fachkräften im MINT-Bereich ist. Unsere Veranstaltung hat wieder einmal umso deutlicher gemacht, welche große Bedeutung Eltern und Lehrer*innen in der Bestärkung junger Frauen haben, um Berufsstereotypen aufzubrechen.

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